Review MSITC HaikeLite MT03

Discussion in 'MSITC' started by mkr, Jan 30, 2017.

  1. mkr

    mkr New Member

    Hallo,

    mittlerweile habe ich nun auch ein MSITC HaikeLite MT03. :) Da möchte ich es mir nicht nehmen lassen, ein kleines Review zu verfassen.

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    Ich besitze die kaltweiße Version der Lampe (es gibt wohl auch noch eine Variante in Neutralweiß).

    Geliefert wird die Lampe in einer unscheinbaren Pappschachtel:

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    Darin befindet sich folgender Inhalt:

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    Neben der Lampe erhält man eine Gebrauchsanweisung, ein paar Ersatz-O-Ringe, sowie ein Lanyard.

    Ein Holster ist nicht im Lieferumfang enthalten.

    Die Lampe wird gesteuert über den Button am Lampenkopf. Hierüber wird die Lampe ein- und ausgeschaltet, als auch die verschiedenen Helligkeitsstufen gewählt.

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    Ein- und ausgeschaltet wird die Lampe jeweils durch einen kurzen Klick.

    Die Lampe beherrscht "Mode Memory", und schaltet sich in der zuletzt verwendeten Helligkeitsstufe ein.

    Im eingeschalteten Zustand werden die Leuchtstufen durch Gedrückthalten des Buttons gewechselt, und zwar:

    Ultra Low: 10 Lumen (für 28 Tage)
    Low: 150 Lumen (35 Stunden)
    Medium: 1000 Lumen (550 Minuten)
    High: 2700 Lumen (350 Minuten)
    Turbo: 8760 Lumen.

    Die Schaltreihenfolge ist immer von Low nach High.

    Außerdem gibt es noch einen versteckten Moonlight-Mode mit 0,6 Lumen (58 Tage). Diesen erreicht man, wenn man im ausgeschalteten Zustand den Button länger gedrückt hält.

    Die Turbo-Stufe erreicht man jederzeit durch Doppelklick.

    Was mir an der Steuerung sehr gut gefällt ist, dass der Turbo-Modus auch in der normalen Schaltreihenfolge enthalten ist, und sogar im Mode Memory gespeichert wird. Schaltet man die Lampe im Turbo-Modus aus, landet man auch wieder im Turbo-Modus, wenn man die Lampe das nächste mal wieder einschaltet.

    Dies finde ich wesentlich besser als den Doppelklick und dann nochmal Doppelklick für "Turbo S" bei der Olight X7.

    Speaking of Olight X7, im vergleichenden Decken-Bounce messe ich für die HaikeLite MT03 die gleichen Werte, manchmal sogar etwas bessere Werte, als bei der Olight X7 in Turbo S. Die angegebenen 8760 Lumen kaufe ich der Lampe absolut ab.

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    Keine Lampe in dieser Größe kann so eine Helligkeit auf Dauer halten, da hierbei eine enorme Hitze produziert wird. Auch die MT03 ist da keine Ausnahme. Sie hat im Turbo-Modus eine zweistufige, timergesteuerte Regelung: Nach 2,5 Minuten auf 8760 Lumen schaltet sie runter auf 5500 Lumen. Von dort macht sie nach weiteren 2 Minuten einen weiteren Step-Down auf 1800 Lumen. Diese 1800 Lumen hält sie dann dauerhaft bis zum Ende.

    Man kann natürlich jederzeit wieder hochschalten. Dies geschieht jedoch auf eigenes Risiko; Schaden für Mensch und Maschine sind dann nicht ausgeschlossen.

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    Der Button am Lampenkopf fungiert gleichzeitig als Batterie-Anzeige: mit vollen Akkus leuchtet der Button im eingeschalteten Zustand der Lampe dauerhaft blau.

    Sind die eingelegten Akkus zu 50% entleert, fängt der Schalter an, blau zu blinken.
    Bei weniger als 9% blinkt der Schalter dann in Rot. Irgendwann (wenn die Akkus weiter zur Neige gehen) schaltet die Lampe dann runter in den Moonlight-Modus. Man steht also nicht unvermittelt im Dunkeln, sondern hat immer noch ein kleines Notlicht.

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    Im Vergleich zu anderen "Dosen-Flutern" (v.l.n.r.: Olight X7, HaikeLite MT03, Niwalker MM25MB, Niwalker MM18 II) fällt der große Kopf, und vor allem das große Gewicht der MT03 auf.

    Ein großes Gewicht (viel Masse) und ein großer Kopf mit großen Kühllamellen ist natürlich positiv für eine gute Wärmeableitung. Auf der anderen Seite ist die Lampe schon verblüffend schwer (schwerer noch als eine Niwalker MM18 II). Zudem ist die Lampe stark kopflastig (der Schwerpunkt liegt ziemlich weit vorne), so dass man eigentlich nicht mehr von einem gemütlichen Halten in der Hand sprechen kann. Nach einer Stunde mit der Lampe in der Hand durch den Wald fällt einem die Hand ab! Das Ding ist echt schwer!

    Zudem hat die Lampe rein optisch den Charme von einem zusammengedengelten Rohr aus der Nachkriegszeit. Kein Vergleich zu der filigranen Haptik und Optik einer Olight X7. Auch der Button der MT03 fühlt sich leicht schwammig an. Auch hier verliert sie gegen den "knackigen" Button der Olight X7.

    Sie entschädigt jedoch voll und ganz bei der "Haupt-Disziplin", dem Leuchten! Hier zeigt die MT03 dem Mitbewerb, wo der Hammer hängt.

    Die MT03 ist zur Zeit mit der hellste Dosenfluter, und hat von allen Dosenflutern das schönste Kaltweiß. Wo andere Dosenfluter mit mehr oder weniger stark grün eingefärbtem Licht auffallen, glänzt die MT03 mit dem reinstweißen Licht.

    HaikeLite MT03:

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    Olight X7, CW:

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    Olight X7, NW:

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    Thrunite TN36-UT, CW:

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    Niwalker MM25MB:

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    Animated GIF HaikeLite MT03 vs. Olight X7 CW:

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    Im Animated GIF sieht man, dass die Olight X7 CW fast schon frei von Grün ist, aber die HaikeLite MT03 ist hier nochmals besser.

    Es wurde im TLF schon öfters diskutiert, woher dieser Grünstich bei Dosenflutern kommt (und wie es die MT03 schafft, davon wegzukommen).

    Meine Theorie dazu ist folgende: Die Cree XHP70 LED strahlt zu den Seiten hin eine andere Lichtfarbe aus als nach vorne.

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    Dies ist ein Blick in den Reflektor der Olight X7. Nach vorne raus ist die Lichtfarbe recht bläulich. Zu den Seiten hin ist das Licht der XHP70 jedoch ziemlich stark grün. Dummerweise ist dieses zu den Seiten ausgestrahlte Licht jenes Licht, welches vom Reflektor aufgegriffen wird, und nach vorne geworfen wird. Dieses vom Reflektor aufgefangene und gebündelte Licht ergibt dann den Spot im Lichtbild. Wie man hier am Foto sieht, greift der Reflektor der X7 vornehmlich das (grünliche) Seitenlicht der LED auf. So hat man im Lichtbild den Effekt, dass der Spot der X7 leicht ins Grünliche abdriftet.

    Wenn man sich nun mit diesem Wissen die beiden Reflektoren der X7 und der MT03 nebeneinander anschaut:

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    ... so sieht man, dass bei der MT03 (rechts im Bild) die LEDs leicht versenkt positioniert sind.

    Ich glaube, durch diesen einfachen "Trick" wird die grüne Lichtfarbe vermieden. Der Grünanteil der LED wird nicht vom Reflektor aufgegriffen, sondern "verpufft" im Inneren der Lampe (an der Plastikfassung).

    Zudem sieht man auf diesem Vergleichsbild, dass bei der MT03 die Einzelreflektoren fast komplett vollständig ausgeführt sind. Dies vermeidet die Eselsohrbildung im Beam. Bei der X7 sind die Einzelreflektoren unvollständig, ergo Eselsohren.

    Kommen wir nun zum letzten Punkt, der Energieversorgung.

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    Betrieben wird die MT03 mit vier Höchstleistungs-18650-Akkus. In meinem Fall ungeschützte Samsung INR 18650 30Q, in der Button-Top Ausführung.

    Die Lampe verwendet keinen Akkukäfig; die Akkus werden einfach in die 4 vorgesehenen Schächte gesteckt.

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    Button-Top-Akkus deshalb, weil FlatTop-Akkus unter Umständen nicht in die Vertiefung im Lampendeckel und am Lampenkopf greifen.

    Die Lampe ist in der Akkukonfiguration "2S2P" verschaltet; das bedeutet, zwei Akkus seriell, und das ganze 2x parallel.

    Etwas unüblich ist auch die Anordnung der Akkus in der Lampe. Üblicherweise findet man bei solchen Konfigurationen die Akkus "über Kreuz" eingesetzt; d.h. die beiden gegenüberliegenden Akkus werden mit dem Pluspol nach unten, und die anderen beiden (ebenfalls über Kreuz) mit dem Pluspol nach oben eingeführt.

    Bei der MT03 sind hingegen 2 Akkus nebeneinander mit dem Pluspol nach oben, und dann die anderen 2 Akkus nebeneinander mit dem Pluspol nach unten. Dies bedeutet, man darf auch den Akkudeckel nur in einer Position aufsetzen. Bei der Variante "über Kreuz" hat man zwei mögliche Stellungen, in denen man den Akkudeckel aufsetzen kann.

    Bei der MT03 ist ein versehentliches Verdrehen des Akkudeckels so gelöst, dass einer der beiden Haltestifte etwas dicker ist als der andere. Dadurch gibt es nur eine einzige Position, in welcher der Akkudeckel zum Zuschrauben greift.

    Das Inlay dieses Akkudeckels ist drehbar gelagert, so dass dieses Inlay beim Zuschrauben der Lampe dann an seiner richtigen Stelle bleibt. Leider ist diese drehbare Lagerung für meinen Geschmack etwas zu locker ausgefallen; das Inlay fängt sich bereits an zu drehen, wenn man den Akkudeckel in der Hand hält und bewegt. :) So ist das Einsetzen der beiden Stifte in die passenden Stellen im Gehäuse ein kleines Geschicklichkeitsspiel: wenn man die Haltestifte optisch ausgerichtet hat, und dann den Gehäusedeckel auf das Akkurohr ansetzen will, fängt das Inlay sich bereits wieder an zu drehen, und die Position stimmt nicht mehr. Das ganze erinnert leicht an diese kleinen "Wackel-Spiele", wo man eine kleine Kugel durch ein Labyrinth an Löchern durchjonglieren muss, ohne dass die Kugel in eines der Löcher entlang des Labyrinths fällt ....

    Mit etwas Übung klappt es dann aber doch immer relativ schnell. :)

    Fazit:

    Pluspunkte:

    + (meiner Meinung nach) die schönste Lichtfarbe unter den Flutern
    + Sehr gute Wärmeableitung durch viel Material und große Kühlrippen (das Gewicht kann jedoch auch ein Nachteil sein)
    + Gute Bedienung (besser als Olight X7)
    + Viel Leistung zu einem günstigen Preis

    Minuspunkte:
    - kein Holster im Lieferumfang (bei anderen Dosen-Flutern ist dies eigentlich ein Standard-Zubehör)
    - "rustikales" Design; scharfe Kanten;
    - schwere Lampe; Schwerpunkt liegt ziemlich weit vorne.

    Viele Grüße,
    Markus
     
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