Review MSITC HaikeLite MT07

Discussion in 'MSITC' started by mkr, Feb 5, 2017.

  1. mkr

    mkr New Member

    Hallo,

    heute möchte ich die HaikeLite MT07 vorstellen.

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    Die Lampe ist sozusagen das Schwestermodell der kürzlich von mir ebenfalls vorgestellten HaikeLite MT03.

    Während es sich bei der MT03 um einen "Dosenfluter" mit knapp 9000 Lumen handelt, ist die MT07 ein heller Allrounder mit mächtig großer Reichweite.

    Die MT07 wird mit vier 18650-Akkus betrieben, und leistet laut Herstellerangabe 5000 Lumen. Die Reichweite ist angegeben mit 750 Metern. Falls diese Reichweite nach ANSI/NEMA FL-1 Bewertungsmaßstäben ermittelt wurde, sollte dies ca. 140.500 Lux entsprechen.

    Betrieben wird die Lampe mit einer XHP70 LED. Bei meiner Variante handelt es sich um die kaltweiße Version. Es gibt wohl auch noch eine Lampe in Neutralweiß. Der Reflektor hat eine OP- (orange peel)-Struktur, um ein Donut-Hole im Lichtbild zu reduzieren.

    Das Lichtbild ähnelt sich weitestgehend mit dem einer Acebeam K60.

    Im Spot nehme ich, an die weiße Wand geleuchtet, noch ein seeehr leichtes Donut-Hole wahr. Allerdings ist dies so schwach ausgeprägt, dass es in der Praxis nicht stört.

    Der Lieferumfang ist ähnlich wie bei der MT03:

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    Neben der Lampe erhält man eine Bedienungsanleitung, ein Lanyard, sowie eine üppige Anzahl von Ersatz-O-Ringen.

    Gesteuert wird die Lampe über zwei Buttons in der Nähe des Lampenkopfes:

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    Hier ging man einen etwas anderen Weg als bei der MT03, welche mit nur einem Knopf auskommen muss.

    Die Haptik der beiden Buttons der MT07 ist deutlich besser als die der MT03. Den Button der MT03 habe ich als etwas schwammig beschrieben. Die Buttons der MT07 haben hingegen einen angenehmen, knackigen Druckpunkt.

    (Wenn man den Bildern auf der HaikeLite-Webseite zur MT03 glauben darf, dann wurde bei der neuen Charge der MT03 ebenfalls der Button verbessert.)

    Ein und ausgeschaltet wird die Lampe durch einen kurzen Druck auf den unteren Button. Die Lampe hat dabei Mode Memory; das bedeutet, sie schaltet sich in der zuletzt verwendeten Leuchtstufe ein.

    Ein Doppelklick auf den unteren Button schaltet die Lampe auf die Turbo-Stufe. Dies funktioniert sowohl im ein- als auch im ausgeschalteten Zustand der Lampe.

    Ein längeres Drücken des unteren Buttons aktiviert Strobe.

    Der obere Button dient dazu, im eingeschalteten Zustand die Leuchtstufen durchzuschalten. Diese sind: 50 Lumen (Laufzeit 228 Stunden), 450 Lumen (32 Stunden), 1200 Lumen (18 Stunden), 2300 Lumen (10 Stunden), sowie der Turbo mit 5000 Lumen (8 Stunden).

    Gut finde ich, dass die Turbo-Stufe in der normalen Schaltreihenfolge enthalten ist. Dadurch wird sie ebenfalls im Mode Memory gespeichert.

    Im ausgeschalteten Zustand führt ein Doppelklick auf den oberen Button zu einem "versteckten" Moonlight-Modus, mit 0,3 Lumen (98 Tage).

    Die Leuchtstufen sind alle frei von PWM. Auch im Kamera-Display ist kein Flimmern zu entdecken.

    Im eingeschalteten Zustand dient der obere Button, wie schon bei der MT03, als Akkustands-Anzeige.

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    Haben die Akkus noch mehr als 50% ihrer Kapazität, leuchtet der Schalter dauerhaft blau. Unterhalb davon blinkt der Schalter. Bei einer Restkapazität von 9% wechselt sich die Farbe von blau nach rot.

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    Die Lampe ist relativ kopflastig. In der Praxis wird man sie wohl nicht dauerhaft an dem kurzen Akkurohr halten, sondern wird sie, so wie ich auf den Bildern, etwas weiter vorne greifen. Die Lampe trägt sich so einfach bequemer.

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    Inwieweit hier einem die Hitzeentwicklung auf Vollgas in die Quere kommt, muß ich noch ermitteln. Daten zur Hitzeentwicklung und auch einen Laufzeitgraph reiche ich noch nach.

    Hier ist die Lampe mit ihrem Schwestermodell, der MT03:

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    Und noch ein paar Vergleiche mit ein paar ähnlichen Lampen, die ebenfalls mit einer XHP70 LED betrieben werden:

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    Von links nach rechts: die Niwalker BK-FA02S (4800 Lumen), die HaikeLite MT07 (5000 Lumen), sowie die Acebeam K60 (ebenfalls 5000 Lumen).

    Die BK-FA02S und die K60 sind etwas länger. Jedoch lassen diese sich durch den längeren Griff etwas besser in der Hand halten.

    Im Decken-Bounce haut die K60 noch etwas mehr Licht 'raus als die MT07. Die MT07 reiht sich meßtechnisch irgendwo zwischen der BK-FA02S und der K60 ein, wie auch die Beamshots weiter unten zeigen werden.

    Und noch ein Vergleichbild; diesmal mit einer Nitecore TM26GT (ganz links):

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    Die TM26GT wird von mir gerne als eine "kompakte K60" empfohlen. Die MT07 stellt hier eine Zwischengröße zwischen den beiden dar.

    Keine Änderungen im Vergleich zur MT03 betrifft die "Innereien" des Akkurohrs:

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    Hier habe ich im MT03-Thread bereits alles gesagt.

    Die Gewinde sind sauber geschnitten und gut eingefettet, und lassen sich satt und sauber drehen, ohne Knirschen und ohne Hakeln.

    Die Lampe benötigt Button-Top-Akkus. Flat-Top-Akkus bekommen an den Pluspolen keinen Kontakt.

    Ein Blick in den Reflektor:

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    Eine perfekt zentrierte LED. Der Reflektor hat, wie bereits geschrieben, eine OP-Struktur.

    Ein White-Wall-Beamshot zeigt einen unauffälligen und sauberen Beam ohne erkennbare Artefakte.

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    Kommen wir zu den Beamshots.

    Der Feuerwehrturm befindet sich in 120 Metern Entfernung.

    Leider hat es heute geregnet.

    Kamera war eine Nikon D5. Die Belichtungsdaten sind:
    ISO 1600
    f/4.0
    1/8 sec.
    Weißabgleich manuell, auf "Tageslicht / sonnig".

    Ich habe noch zwei weitere Lampen mit XHP70 LEDs bei den Beamshots mit aufgenommen. Dies sind die Convoy L6, und die MTE H8-3i. Beide sehen sich optisch sehr ähnlich (gleiche Bauform); beide werden mit 2x 26650-Akkus betrieben.

    Convoy L6 (diese liegt mir leider nur in NW vor):

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    MTE H8-3i:

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    Nitecore TM26GT:

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    Niwalker BK-FA02S:

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    HaikeLite MT07:

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    Acebeam K60:

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    Alle zusammen:

    Oben: Convoy L6, MTE H8-3i, Nitecore TM26GT.

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    Unten Niwalker BK-FA02S, HaikeLite MT07, Acebeam K60.

    Die Lichtfarbe der MT07 finde ich gut; ein "ehrliches" Kaltweiß. Nicht zu blau und nicht zu gelb.

    Einen Laufzeitgraph kann ich auch noch anbieten:

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    Der Laufzeit-Test fand draußen statt, bei aktuellen Temperaturen um die 6 Grad. Zusätzlich gekühlt wurde die Lampe nicht.
    Der Hersteller schreibt zwar von einem zeitgesteuerten Step-Down nach 5 Minuten auf 2800 Lumen, aber das scheint nicht zu stimmen. Irgendwie scheint die Lampe einen "echten" temperaturgesteuerten Step-Down zu machen. In meinem Fall passierte dies nach 12 Minuten.
    Die Lampe schaltete dann auf die 2300 Lumen Stufe (High). Die Lampe schaltet nicht von alleine wieder hoch, wenn die Temperatur wieder gefallen ist (wie es beispielsweise die neue Niwalker BK-FA09S macht).

    Nach knapp 50 Minuten habe ich die Lampe mal kurz aus- und wieder eingeschaltet. Hier waren dann wieder kurzzeitig 85% der Maximalhelligkeit abrufbar. Ein temperatur- oder zeitgesteuerter Step-Down ist dann nicht mehr vorgekommen (daher auch meine Vermutung, dass es sich um einen echten temperaturgesteuerten Step-Down handelt).

    Nach 110 Minuten habe ich sie nochmals kurz aus- und wieder eingeschaltet (sieht man an dem kleinen Hügel im Graph), aber zu dem Zeitpunkt war mehr Helligkeit nicht mehr drin - die Akkus waren schon zu weit runter.

    Nach 140 Minuten habe ich den Test beendet. Die Lampe leuchtete immer noch (die seitliche Kontroll-Leuchte blinkte schon eine geraume Zeit rot). Ich habe die Lampe dann ausgeschaltet und die Akkus entnommen. Die Akkus waren runter auf 2,75V. Eine Abschaltung scheint die Lampe nicht zu haben.

    Als Akkus verwendete ich vier Samsung 18650 30Q Button Top (ungeschützt; 3000mAh).

    Von der Lampe gibt es auch noch eine voll regulierte Variante (nennt sich "MT07 4S"), diese ist dann wohl konstantgeregelt (auf Kosten einer kürzeren Gesamtlaufzeit). Die mir vorliegende Lampe ist die 2S2P Version (jeweils 2 Akkus parallel, und das ganze 2x seriell).

    Viele Grüße,
    Markus
     
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  2. msitc

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