Review: MSITC HaikeLite SC01 XHP35HI 2000 Lumen max. SC02 MT-G2 2000 Lumen max.

Discussion in 'MSITC' started by msitc, Jul 8, 2017.

  1. msitc

    msitc Administrator Staff Member

    Einführung
    Da die Modelle MSITC HaikeLite SC01 und MSITC HaikeLite SC02 bis auf gewisse Komponenten wie die LED identisch sind sind, möchte ich beide Lampen in diesem Review vorstellen. Vereinfacht ausgedrückt ist die SC01 ein kompakter Thrower, während die SC02 hingegen ein kompakter Flooder ist. Beide Modelle werden mit einem 26650-Akku betrieben und verfügen über das gleiche Benutzerinterface (UI), außerdem gibt es sie in schwarz und - eher eine Seltenheit - in silber.

    [​IMG]



    Obgleich HaikeLite (noch) nicht zu den Major Playern zählt, zeigt diese kleine, aber feine Lampenschmiede, dass dies auch gar nicht notwendig ist, um gute Ideen umsetzen zu können. Taschenlampen wie die MSITC HaikeLite SC01 und die MSITC HaikeLite SC02 zeigen deutlich, dass sich jemand beim Design Gedanken gemacht hat, doch dazu später noch mehr. Ein besonderes Highlight ist für mich definitiv der effiziente Boost-Treiber, der bei beiden Taschenlampen zum Einsatz kommt und dafür sorgt, dass die Helligkeit bis zum Ende nahezu konstant bleibt und erst dann abfällt. Das funktioniert auch deshalb so gut, weil bei der Entwicklung der beiden Modelle nicht im Vordergrund stand, das maximal machbare an Helligkeit herauszukitzeln, sondern einen guten Mix aus Lumen und Laufzeit zu erreichen, und das ist bei beiden Modellen definitiv der Fall.









    Verpackung und Zubehör
    Ausgeliefert werden beide Modelle in einer Plastikbox, die für meinen Geschmack etwas stabiler sein dürfte - das habe ich aber auch schon an HaikeLite weitergegeben. Ein Holster ist im Lieferumfang nicht enthalten, dafür aber ein USB-Ladekabel, ein Lanyard sowie eine englische und deutsche Bedienungsanleitung.



    [​IMG]

    [​IMG]





    Erster Eindruck
    Beide Modelle hinterlassen einen sehr wertigen und stabilen Eindruck, wozu nicht zuletzt auch der Seitenschalter aus Metall beiträgt. Die Form der Lampen unterscheidet sich meines Erachtens schon etwas vom sonst bekannten Einerlei. Der USB-Ladeport ist unterhalb des Lampenkopfes verborgen, d.h. wenn man einen Akku in der Lampe laden möchte, muss dazu der Lampenkopf abgeschraubt werden. Für den einen mag das vielleicht etwas unschön sein, für den anderen hingegen ist es ein Vorteil: Der Anschluss ist sicher und wasserdicht untergebracht, und es gibt auch keine Gummiabdeckung, die im Lauf der Zeit entweder nicht mehr richtig schließt oder im ungünstigsten Fall sogar abreißt.

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]



    Der Formfaktor der beiden Lampen ist aus meiner Sicht gelungen, denn mit einem 26650-Akku mit hoher Kapazität wie beispielsweise dem Soshine 26650 5500 mAh-Akku sind sowohl die SC01 als auch die SC02 für Szenarien prädestiniert, in denen es auf eine möglichst lange Laufleistung kombiniert mit fast konstanter Helligkeit ankommt, wie beispielsweise bei Rettungshundestaffeln und Sucheinsätzen. Bereits mit den regulären Leuchtmodi decken beide Modelle ein breites Einsatzspektrum ab, der Turbo Mode mit 2000 Lumen ist dann noch das Tüpfelchen auf dem i, doch dazu gleich noch mehr.

    [​IMG]





    Von links nach rechts: Lumapower STRIVE (Standard), Lumapower STRIVE Slim u. Lumapower STRIVE Slim Engineering Sample







    Verarbeitung


    Hier gibt es aus meiner Sicht nichts auszusetzen. Die Anodisierung ist fehlerfrei aufgebracht, und die Lampen lassen sich ohne große Kraftanstrengung auf- und zuschrauben. Sowohl geschützte Lithium-Ionen-Akkus als auch IMR-Akkus passen problemlos in das Akkurohr und lassen sich ebenso auch wieder entnehmen. Getestet habe ich die MSITC HaikeLite SC01 und die MSITC HaikeLite SC02 mit einem 26650-Akku von Shockli und Soshine. Die LEDs waren bei meinen Testlampen sauber zentriert. Auch handwerklich sind die Lampen ordentlich gemacht und weichen designmäßig wohltuenderweise vom üblichen Standard ab.



    Beeindruckend ist übrigens auch die Wandstärke des Akkurohrs, über das man vermutlich auch mit einem Leopard A2 fahren könnte, ohne dass es nennenswerte Schäden davontragen würde. Gut, das ist vielleicht etwas übertrieben, aber stabil ist das Akkurohr definitiv. Die Kühlrippen am Lampenkopf tragen ihren Teil dazu bei, dass die Lampen selbst im Turbo Mode einige Minuten laufen kann, ohne dass man sich gleich die Finger verbrennen würde.

    [​IMG]

    [​IMG]



    Als Reflektor kommt bei der MSITC HaikeLite SC01 ein SMO-Reflektor zum Einsatz, bei der MSITC HaikeLite SC02 hingegen ein OP-Reflektor. Ich hatte eingangs ja schon erwähnt, dass die SC01 als Thrower konzipiert wurde und die SC02 als Flooder. Während andere Hersteller ihre Thrower in dieser Größe mit allen Tricks auf maximale Reichweite trimmen, liegt der Fokus bei HaikeLite woanders - dort ist nämlich nicht die maximale Reichweite gefragt, sondern zum einen eine praxisnahe Mischung aus Flood und Throw und zum anderen ausreichend Helligkeit kombiniert mit einem effizienten Boost-Treiber und damit verbunden auch optimalen Laufzeiten.

    [​IMG]



    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]





    User Interface


    Da das UI bei beiden Lampen identisch ist, gilt die folgende Beschreibung für beide Modelle.



    1. Ein- und ausgeschaltet wird die Lampe mittels einem Klick auf den Seitenschalter



    2. Die regulären Leuchtmodi werden in der Reihenfolge Low Low - Low- Medium - High durchlaufen, solange der Seitenschalter gedrückt bleibt



    3. Um den gewünschten Leuchtmodus auszuwählen, wird der Seitenschalter losgelassen



    4. Ein Doppelklick in jedem regulären Leuchtmodus aktiviert den Turbo Mode



    5. Der Lockout Mode, der ein versehentliches Einschalten der Lampe verhindert, kann aktiviert werden, indem der Seitenschalter schnell gedrückt und lange gehalten wird. Deaktivieren lässt sich der Lockout Mode, indem der Seitenschalter ebenfalls wieder schnell gedrückt und lange gehalten wird



    Da sowohl SC01 und SC02 über einen Mode Memory verfügen, wird der zuletzt verwendete Leuchtmodus nach dem Einschalten wieder hergestellt. Ich für meinen Teil finde das UI gut und leicht bedienbar, so dass man schnell damit zurechtkommt.



    [​IMG]

    Leuchtmodi und Laufzeiten


    • Low Low: 15 Lumen
    • Low: 200 Lumen
    • Mid: 500 Lumen
    • High: 1000 Lumen
    • Turbo: 2000 Lumen
    • Hidden Strobe: 2000 Lumen


    Die Laufzeiten ist HaikeLite mir noch schuldig - sobald sie mir vorliegen, reiche ich sie nach. Davon abgesehen, sind die Abstufungen praxisnah. Einzig und allein der Low Low Mode hätte vielleicht noch einen Tick dunkler sein können.





    Akkustatuskontrolle


    Mit Hilfe der Akkustatuskontrolle kann der aktuelle Zustand des Akkus überprüft werden. Dazu wird der Seitenschalter bei ausgeschalteter Taschenlampe für vier Sekunden gedrückt, die Lampe visualisiert den Akkustatus dann wie folgt:



    a) Akkukapazität > 50%: Lampe blinkt dreimal



    b) Akkukapazität > 25% und < 50%: Lampe blinkt zweimal



    c) Akkukapazität < 25%: Lampe blinkt einmal



    Akku laden


    Um einen Akku in der Lampe zu laden, muss zunächst der Lampenkopf abgeschraubt werden. Eine LED in der Lampe ist grün, solange der Akku geladen wird; nachdem der Ladevorgang beendet ist, schaltet die LED auf rot um.





    Größenvergleich


    Auch in diesem Review gibt es wieder den obligatorischen Größenvergleich mit meinen Referenzlampen Niwalker Nova MM15 und Lumapower STRIVE RX:

    [​IMG]







    Von links nach rechts: Niwalker Nova MM15, MSITC HaikeLite SC01 black, MSITC HaikeLite SC01 silver, MSITC HaikeLite SC02, MSITC HaikeLIte MT02, Lumapower STRIVE RX Slim







    Technische Details


    a) MSITC HaikeLite SC01



    • 1 x CREE XHP35-HI
    • SMO-Reflektor
    • Beschlagfreie ultraklare und kratzfeste doppelseitig Antireflexbeschichtete Linse (99% Lichtausbeute)
    • Anodisierung nach HA Type III
    • Leistungsfähige Elektronik für ein Maximum an Laufzeit und Helligkeit
    • Lampenkörper aus strapazierfähigem Flugzeugaluminium
    • Energieversorgung: 1 x 26650-Akku
    • Wasserdicht nach IPX-8
    • Full current regulation
    • Verpolungsschutz
    • Tiefentladungsschutz
    • Akkukontrollfunktion
    • Temperaturkontrolle
    • Gewicht: 220 Gramm (ohne Akku)
    • Länge: 13,5 cm
    • Durchmesser Lampenkopf: 4,55 cm
    • Durchmesser Akkurohr: 3,4 cm




    b) MSITC HaikeLite SC02






    • 1 x CREE MT-G2 5000K
    • OP-Reflektor
    • Beschlagfreie ultraklare und kratzfeste doppelseitig Antireflexbeschichtete Linse (99% Lichtausbeute)
    • Anodisierung nach HA Type III
    • Leistungsfähige Elektronik für ein Maximum an Laufzeit und Helligkeit
    • Lampenkörper aus strapazierfähigem Flugzeugaluminium
    • Energieversorgung: 1 x 26650-Akku
    • Wasserdicht nach IPX-8
    • Full current regulation
    • Verpolungsschutz
    • Tiefentladungsschutz
    • Akkukontrollfunktion
    • Temperaturkontrolle
    • Gewicht: 230 Gramm (ohne Akku)
    • Länge: 13,5 cm
    • Durchmesser Lampenkopf: 4,55 cm
    • Durchmesser Akkurohr: 3,4 cm


    Pro und Contra
    + Kompakte Taschenlampen mit langer Laufzeit und sehr guter Regelung



    + Anzeige des Akkustatus



    + Temperaturkontrolle u. Tiefentladungsschutz



    - Holster nicht im Lieferumfang enthalten











    Akkukompatibilität
    Ich habe die MSITC HaikeLite SC01 und die MSITC HaikeLite SC02 mit folgenden Akkus erfolgreich getestet:











    Luxmessung


    a) SC01



    • ca. 54.000 Lux@1m
    • ca. 162.000 Lux@0,5m


    b) SC02



    • ca. 5200 Lux@1m
    • ca. 20000 Lux@0,5m
    Die Luxwerte spiegeln deutlich die Leuchtcharakteristik wider. Der niedrige Luxwert bei der SC02 ergibt sich schlichtweg aus der Tatsache, dass die MSITC HaikeLite SC02 wirklich ein kompromissloser und reinrassiger Flooder ist.





    Video
    Ein Video aus unserer Serie Helle Taschenlampen@Night zeigt beide Modelle beim nächtlichen Einsatz:

    [media]
    [media]



    Sonstiges


    Sowohl MSITC HaikeLite SC01 als auch MSITC HaikeLite SC02 regeln nicht automatisch und temperaturgesteuert nach ein paar Minuten herunter. Der Hersteller gibt in der Bedienungsanleitung stattdessen an, dass man die Lampen nicht länger als 10 Minuten im Turbo Mode betreiben sollte, um eine Beschädigung oder Überhitzung der Lampen zu vermeiden.

    Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass für alltägliche Aufgaben auch der High Mode mit 1000 Lumen ausreichen dürfte - dieser Einschätzung schließe ich mich an. Ich möchte an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, dass auch bei diesen beiden MSITC HaikeLite-Taschenlampen nicht das maximal machbare aus technischer Sicht im Vordergrund steht, um auch noch das letzte Quentchen an Lumen aus aus einer Taschenlampe herauszukitzeln - stattdessen hat sich der Hersteller dazu entschieden, den Mittelweg zu gehen und praxisorientierte Taschenlampen zu bauen.

    Für mich persönlich ist nicht das Maximum an Helligkeit und/oder Reichweite entscheidend, weil das üblicherweise nur mit Kompromissen möglich ist (z.B. nur für einen begrenzten Zeitraum von drei Minuten, bevor heruntergeregelt wird), sondern ich bevorzuge einen Mix aus Helligkeit und langer Laufzeit, der zwar etwas weniger Lumen bietet, aber dafür üblicherweise auch deutlich weniger Einschränkungen mitbringt.



    Fazit
    Mit den Modellen MSITC HaikeLite SC01 und MSITC HaikeLite SC02 wird die Auswahl im Bereich der 26650-basierten Taschenlampen abermals ein Stück größer. Beide Lampen spielen in der Kompaktklasse und bieten dort meines Erachtens eine hervorragende Leistung, auch im Hinblick auf das Preis-/Leistungsverhältnis.

    Nicht nur, dass das Laden von Akkus in der Lampe via USB-Anschluss möglich ist - auch die Qualität der SC01 und der SC02 kann sich definitiv sehen lassen. Man merkt, dass der Hersteller sich Gedanken darüber gemacht hat, was sinnvoll ist und was nicht. So sind beide Lampen keine hochgezüchteten Lumenmonster, wie man sie heutzutage regelmäßig antrifft; stattdessen bieten beide Lampen ausreichend Leistung für ein breites Einsatzspektrum und darüber hinaus mit dem Turbo Mode noch eine ausreichende Kraftreserve.

    Dass der Betrieb der Lampen mit einem 26650-Akku erfolgt, halte ich für eine gute Entscheidung, denn in Verbindung mit der guten Regelung der beiden Lampen sorgt diese Art der Energieversorgung für lange Laufzeiten. Egal, ob Outdoor, Camping, Jagd, Geocaching, Bushcraft, Urbexing oder im Einsatz bei Sicherheitsdiensten oder Rettungskräften: Beide Lampen machen sind vielseitig einsetzbar.

    Alles in allem betrachtet gefallen mir sowohl die MSITC HaikeLite SC01 als auch die MSITC HaikeLite SC02 sehr gut. Schon lange gab es keinen reinrassigen Flooder mehr mit einer MT-G2-LED im Kompaktformat, was sich nun aber glücklicherweise mit der MSITC HaikeLite SC02 geändert hat. Als kompakter Thrower macht auch die MSITC HaikeLite SC01 eine recht gute Figur, wenngleich sie natürlich nicht mit größere Throwern hinsichtlich der Reichweite vergleichbar ist. Die integrierte Lademöglichkeit sorgt außerdem dafür, dass man sich die Anschaffung eines externen Ladegerätes ersparen kann, sofern man nicht schon eines besitzt. Da ein USB-Ladekabel im Lieferumfang enthalten ist, steht dem raschen Vergnügen nichts im Weg - Akku einlegen, laden und los geht´s!



    [​IMG]


    Bezugsquelle

    Die Modelle MSITC HaikeLite SC01 und MSITC HaikeLite SC02 sind im MSITC Shop und im HaikeLite Shop erhältlich.

    Tags: Review,MSITC HaikeLite,SC01,SC02,26650,Händler,Thrower,Flooder,XHP35HI,helle taschenlampen,MSITC Shop,msitc-shop.com,SMO,haikelite.de,Seitenschalter,Side Switch,MT-G2
     

    Attached Files:

Share This Page